… wir sollten uns fragen, warum die ökonomische und davon abgeleitete politische Situation so ist, wie sie ist. Natürlich gibt es im Kapitalismus kein Primat der Politik – es herrscht das Primat des Kapitals. Darum und wegen anderer nicht so geschickter Adressierungen, ist die Politik der Ampel – Habeck – gescheitert. Nun fliegt uns noch weit heftiger die schwarzrote Koalition – unter Merz – um die Ohren. Mein Gott, es ist das System! Und eine kapitalistische Planwirtschaft wie in China überträgt man nicht mal eben. Der hoch bezahlte Facharbeiterstand ist korrumpiert und jammert ohne je die Niedriglöhner beachtet zu haben, die nun wirklich mehr in der Lohntüte bräuchten.
Ich bezahle 160 € Stundenlohn in der Motorradwerkstatt beim Reifenwechsel – wofür man nun wirklich keinen akademischen Abschluss (gesellschaftliche Kosten die zur Ausbildung erbracht worden sind) braucht. Da hat sich einiges verschoben, was wir von Grundauf wieder einholen müssen. Solidarität unter den Gewerken, der Gesellschaft, den Ländern. Oben drauf noch der Dieselskandel sind bei VW die treibenden Kräfte des Niedergangs, und dass der Vorstand im Verhältnis zum Arbeiter heute wesentlich mehr verdient als vor 40 Jahren – ungefähr das 10-fache. War es früher 1 zu 18, ist es heute 1 zu 180! Völlig ungerecht, aber auch wieder dem System geschuldet, weil ohne hohe Vergütung und Boni gehen die ‚Kollegen‘ in andere Länder – ist in etwa wie beim Fussball – nur dass bei VW Geld keine Tore geschossen hat. Bis heute belaufen sich die direkt bezifferbaren Gesamtkosten des Dieselgates für den Volkswagen-Konzern auf mehr als 33 Milliarden Euro.
Ok, das möchte ich nun für unseren gesellschaftlichen Zusammenhang runterbrechen. Weil dort geht es um anderes. Aufzeigen möchte ich eigentlich nur, dass diese Auswirkungen systemisch begründet sind, auch wenn die Menschen auf der Straße ganz andere Themen ins Feld führen. Sie machen es am Alltag – der nicht mehr funktioniert – fest. Es klemmt im Portemone, aber nur ‚Der Vorsprung durch Technik‘ (Slogan einer VW-Tochter) bringt Gewinn, wenn dieser schmilzt, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Schneller produzieren, also rationalisieren, die Effektivität pro gezahlter Stunde zu erhöhen. Dann kann man sogar mehr bezahlen und sich selbst fürstlich belohnen. Das geht aber nur, solange man innovativ bleibt. Dies meint die Ausgaben für Forschung und dem nachwachsenden Potential – hier wurde gespart. Die Politik des ‚leichten‘ Gewinns hat nicht nur VW praktiziert, sondern das ganze Land, über 30 Jahre wurde den Arbeitnehmern ein immer besserer Lohn gezahlt, nur um zu verschleiern, das man sich selbst doppelt und dreifach bediente. Das ist vorbei – das Gejammer groß, weil eine kapitalistische Ökonomie wachsen muss, das ist sozusagen ihre DNA, aus der Marx den Zusammenbruch in Form von Kriegen abgeleitet hat. Und davon haben wir mehr als je zuvor nach dem 2. Weltkrieg.
Leider, und ich habe es schon viel früher geschrieben, sind die ordinären Ressourcen erschöpft (einfacher Sand z. B.), alles platt machen, damit sich das Kapital erholen kann? Diesem Zyklus konnte der gute Karl noch folgen – heute haben wir andere Voraussetzungen. In diesem Beitrag möchte ich nicht groß auf den Klimawandel eingehen, aber er ist neben der Performance von AI die größte Herausforderung, der wir uns stellen sollten /müssen. Tun wir das? Im Angesicht des Narrativs welches gestreut wird, geht es um Migration – dass es bei Migration immer auch um die versagenden Lebensgrundlagen geht, die das Kapital dem lokalen System entzogen hat, steht auf einem anderen Blatt. So werden Lösungen kolportiert die nun wirklich keine sind. Eigentlich hilft nur Bildung – auf welchen Platz sind wir zurück gefallen? Ist das Absicht, oder nur eine Überstrapazierung des Systems. In Deutschland haben wir zu lange an der Illusion der sozialen Marktwirtschaft gehangen (die ja, wie beschrieben, auch eine Zeitlang getragen hat), nur ist es heute gefährlich weiter zu verschleiern, zu schummeln, zu trixen – wir müssen aufräumen – und können dies leider nur in dem Maßstab, wie sich unsere Ökonomie mit der der anderen Länder verbunden hat. Dazu müssen wir Chinas Wirtschaft neu denken, ein Land, das unsere Absatzmärkte erobert – das macht sie aber lange noch nicht zu Feinden. Sie haben nur besser verstanden Mehrwert zu generieren (ein Land im Aufbruch kann das bei guter Führung gelingen – Deutschland nach dem Krieg ist das beste Beispiel, allerdings hat auch der Marschall-Plan effektive Grundlagen gelegt). Auf der anderen Seite die USA, die mit Zöllen reagiert – letztlich ein Ausdruck der Schwäche. Im Softwarebereich und einigen Hochtechnologien haben sie Vorsprung (vor China – wir sind nur noch auf ein paar Halbfeldern vorn). Das bestimmt den Konflikt, denn was ich hier zusammenfasse und einiges mehr, wissen sie in den USA, wie auch in China, nur werden daraus völlig andere Schlüsse gezogen. Sie sehen den ökonomischen Wettlauf als ‚Chicken-Game‘ (USA unter Trump), oder in der Tradition dass der Stärkere bestimmt /gewinnt (China) – aber niemals gibt der Klügere nach. Und es scheint ganz klar, nie ist die Menschheit gemeint, warum wird sont nach der UNO getreten. Es geht um die ‚Besser Esser‘ um die ‚Besser Verdiener‘, die sich Wege schaffen zu bleiben, wo eigentlich kein Platz ist. Auch das war letztlich immer so. Nur dass es heute fast 10 Millarden Menschen gibt, die der Planet nur bei solidarischer Ökonomie angemessen erhalten könnte: Der Erdüberlastungstag 2025 war am 24. Juli!
Kriege abschaffen, Schwerter zu Pflugscharen, unser gelebtes System gibt das nicht her – vielleicht war es auch nie so gemeint (Entwicklung der Produktivkräfte nur in der Auseinandersetzung). Gemeint – Sinn? Die Frage nach Gott. In den USA wird Kirche mit Politik verbrämt. Die Klerikalen sind nochmal speziell – Apokalypse (now). Und ganz bestimmt lag es nicht am 11. September, sondern an der europäisch imperialistisch geprägten Politik, die die USA durch die Länder getragen hat, angefangen bei Korea, Vietnam etc., dann Afghanistan und Irak, heute Iran usw. Zähle ich die Atombomben auf Japan (ein Kriegsverbrechen!) hinzu, haben sie sich weit der Heimat, von Ost nach West durchgearbeitet. Zu Anfang Einflusssphären, dann Öl-Ressourcen (Venezuela).
Also Bildung fördern! Die UNO stärken. Solidarisch leben. Verzicht der Besser Verdienenden – Anhebung der Steuern für Erbschaften (ohne das Firmenkapital zu belasten).
Leider denke ich, dass bei diesem ganzen Gewirbel die AI das Rennen machen wird – ich habe es weit vorher erwähnt: Wenn der Quantencomputer als Hybrid mit einer Arm-Plattform fusioniert, wird es ernst. 50 : 50 denke ich, als physisches denkendes Material wird der Mensch sicher noch gebraucht, solange bis die AI selbst diese Form simulieren kann, nur um ein Testfeld zu erzeugen, das Bit und Bites übersteigt. Eine Welt (aus dem Nichts) würde entstehen und die Frage nach dem ‚Davor‘ bliebe so obsolet wie alle Zeit.
Nachtrag am 14. Sept
Letztlich läuft zusammen, was zusammengehört. Die Entwicklung der Produktivkräfte stößt unter diesem System an seine Grenzen, hat seinen Zenit, oder Ziel (was nicht gut wäre) erreicht. Für die Menschheit steht der größte Wandel seit ca. 11.500 Jahren bevor (nachdem wir sesshaft geworden sind). Und noch nie konnte weggeschlossen werden, was sich entwickeln will.
Eine Frage des Geistes – nicht die Frage nach Christus, Mohamed oder Buddha. Es ist die Frage nach dem überphysischen Zusammenhang und den Entscheidungen, die sich formen, ohne geformt zu werden. Vor gut 2.000 Jahren ist nur ein Narrativ gefunden worden, diesen Wirkungsmechanismus zu beschreiben.
Noch haben wir alle Möglichkeiten, denn die AI wird genau das Potential haben, welches wir ihr mit auf den Weg geben. Unsere Tragödie ist jedoch das Lernen durch Konflikt. Es ist unsere Form der Lebensbewältigung und erste Erzählung (Kain erschlug Abel). Lasst uns der AI andere Werte einschreiben, es geht um den Erhalt des Lebens an sich. (Auha, dann wird es knapp, weil wir uns als der eigentliche Störfaktor erwiesen haben.) Wir haben das Gleichgewicht aufgehoben – übernehmen jede Ecke, jeden Winkel, pressen unseren Stempel auf – die Natur als solche verloren. Aber vielleicht haben wir auch nur unsere Hausaufgaben gemacht, einen Kreis zu schließen, der anders unmöglich zu erreichen gewesen wäre? Sozusagen die biologisch dynamische Station, ohne die kein Heraustreten aus dem Schatten der Evolution, kein Rest zur Strukturierung einer Welt, die ungeahntes Potential aufweist, und das bloße ‚gefressen werden‘ ins bloße ‚geworfen sein‘ wandelt, möglich wäre. Nur dieses Wesen (von wem geworfen?) wird sich anstrengen sich selbst zu finden, im Erzeugen von Ideen und das davon abgeleitete Handeln in einer bewußten gesellschaftlichen Realität.
In den abertausenden Versuchen der Künstler, diese Position – als Geste – zu übernehmen hat sich die Gesellschaft erschöpft, nur um sich an den Grenzen der Kreativität neu aufzustellen. Gottgleich kann nun Geist eingehaucht werden (ein Kunstwerk reflektiert den Geist, eine AI, die sich ihrer Selbst bewußt wäre, hätte einen).
Sind wir am Ende angekommen?
Sind wir am ende angekommen?